Yoga-Glossar
Yoga hat eine eigene Sprache. Hier findest du die wichtigsten Begriffe – von Asana bis Yin Yoga – kurz und verständlich erklärt.
Stile & Formate
- Vinyasa Yoga
- Vinyasa ist ein dynamischer Yoga-Stil, bei dem die Bewegungen fließend mit dem Atem verbunden werden. Aus einer Haltung geht es geschmeidig in die nächste, was Kraft, Beweglichkeit und Konzentration schult.
- Yin Yoga
- Yin Yoga ist eine ruhige, meditative Praxis, bei der die Haltungen mehrere Minuten passiv gehalten werden. So wirkt die Praxis tief auf Faszien und Bindegewebe und fördert Entspannung und Regeneration.
- Hatha Yoga
- Hatha Yoga ist der Oberbegriff für körperbetontes Yoga und zugleich ein ruhiger Stil, bei dem einzelne Haltungen statisch gehalten werden. Es gilt als guter, entschleunigter Einstieg.
- Yin & Yang Yoga
- Yin & Yang Yoga verbindet in einer Stunde aktivierende, fließende Yang-Sequenzen mit ruhigen, lang gehaltenen Yin-Phasen. So entsteht ein Ausgleich aus Kraft und Tiefenentspannung.
- Ashtanga Yoga
- Ashtanga ist ein kraftvoller, dynamischer Yoga-Stil mit einer festen Abfolge von Haltungen. Er ist körperlich fordernd und richtet sich eher an geübte Praktizierende.
- Power Yoga
- Power Yoga ist eine westliche, fitnessorientierte Weiterentwicklung des Vinyasa. Es betont Kraft, Ausdauer und dynamische Flows, ohne feste Haltungsabfolge.
- Restorative Yoga
- Restorative Yoga ist eine besonders sanfte, regenerative Praxis. Der Körper wird mit Hilfsmitteln vollständig gestützt, sodass Haltungen ganz ohne Anstrengung lange gehalten werden können.
- Faszien-Yoga
- Faszien-Yoga richtet den Fokus gezielt auf das Bindegewebe (Faszien). Durch langsame, federnde und lang gehaltene Bewegungen werden Faszien geschmeidiger und beweglicher.
- Hormon-Yoga
- Hormon-Yoga ist eine spezielle Übungsreihe, die über Dynamik und Atemtechnik das Hormonsystem anregen soll. Es wird häufig bei Zyklus- oder Wechseljahresbeschwerden praktiziert.
- Soundbath / Klangbad
- Ein Soundbath ist eine geführte Klangreise, bei der du im Liegen den Schwingungen von Klangschalen lauschst. Die Klänge beruhigen das Nervensystem und führen in tiefe Entspannung, ganz ohne Bewegung.
- Yoga Nidra
- Yoga Nidra ist eine geführte Tiefenentspannung, oft „yogischer Schlaf“ genannt. Du liegst und folgst einer Stimme durch den Körper, während Geist und Nervensystem tief zur Ruhe kommen.
- Personal-Yoga
- Personal-Yoga ist Einzelunterricht, der ganz auf eine Person zugeschnitten ist. Ziel, Tempo und Übungen richten sich individuell nach Körper, Erfahrung und Wünschen.
Atem & Geist
- Pranayama
- Pranayama bezeichnet die yogischen Atemübungen – das bewusste Lenken und Vertiefen des Atems. Es beruhigt das Nervensystem, schärft die Konzentration und verbindet Körper und Geist.
- Prana
- Prana ist im Yoga die Lebensenergie, die über den Atem im Körper zirkuliert. Viele Atem- und Bewegungspraktiken zielen darauf, dieses Prana zu stärken und frei fließen zu lassen.
- Ujjayi-Atmung
- Ujjayi ist eine tönende Atemtechnik, bei der die Kehle leicht verengt wird und ein sanftes Rauschen entsteht. Sie wird oft im Vinyasa genutzt, um Atem und Bewegung zu verbinden.
- Nadi Shodhana (Wechselatmung)
- Nadi Shodhana ist die Wechselatmung, bei der abwechselnd durch ein Nasenloch geatmet wird. Sie gilt als ausgleichend und beruhigend für das Nervensystem.
- Meditation
- Meditation ist eine Übung geistiger Sammlung, etwa durch Beobachten von Atem oder Gedanken. Regelmäßige Meditation fördert Ruhe, Klarheit und Stressabbau.
- Achtsamkeit
- Achtsamkeit bedeutet, bewusst und wertfrei im gegenwärtigen Moment zu sein. Im Yoga entsteht sie durch die Verbindung von Atem, Bewegung und Aufmerksamkeit.
- Mantra
- Ein Mantra ist eine Silbe, ein Wort oder ein Satz, der wiederholt gesprochen oder gesungen wird. Es dient der Sammlung des Geistes und der Vertiefung der Praxis.
- Om / Aum
- Om ist die bekannteste Silbe im Yoga und gilt als Urklang. Sie wird oft zu Beginn oder am Ende einer Stunde gemeinsam gesungen, um anzukommen oder abzuschließen.
- Drishti
- Drishti ist der bewusst gewählte Blickpunkt in einer Haltung. Ein ruhiger Blick hilft, Balance zu halten und die Konzentration nach innen zu richten.
Körper & Praxis
- Asana
- Asana ist der Sanskrit-Begriff für eine Yoga-Haltung. Die Asanas kräftigen und dehnen den Körper und bilden den sichtbarsten Teil der Yogapraxis.
- Sonnengruß (Surya Namaskar)
- Der Sonnengruß ist eine fließende Abfolge mehrerer Haltungen, die im Atemrhythmus miteinander verbunden werden. Er wärmt den Körper auf und bildet den Kern vieler Vinyasa-Stunden.
- Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana)
- Der herabschauende Hund ist eine umgekehrte V-Haltung, die Rücken, Beinrückseiten und Schultern dehnt und kräftigt. Er ist eine der bekanntesten Yoga-Haltungen.
- Kindshaltung (Balasana)
- Die Kindshaltung ist eine ruhende Vorbeuge im Knien, bei der der Oberkörper auf den Oberschenkeln ablegt. Sie entlastet den unteren Rücken und dient als Ruheposition.
- Savasana (Totenstellung)
- Savasana ist die Schlussentspannung im Liegen am Ende jeder Yogastunde. In dieser reglosen Haltung verarbeitet der Körper die Praxis und kommt vollständig zur Ruhe.
- Katze-Kuh
- Katze-Kuh ist eine sanfte Bewegung im Vierfüßlerstand, bei der der Rücken abwechselnd gerundet und gestreckt wird. Sie mobilisiert die Wirbelsäule und wärmt den Rücken auf.
- Flow
- Als Flow bezeichnet man eine fließende Abfolge von Haltungen, die im Atemrhythmus verbunden werden. Der Begriff steht typisch für dynamische Stile wie Vinyasa.
- Alignment
- Alignment ist die korrekte Ausrichtung des Körpers in einer Haltung. Gutes Alignment schützt Gelenke, macht Haltungen wirksamer und beugt Verletzungen vor.
- Bandha
- Ein Bandha ist ein energetischer Körperverschluss, bei dem bestimmte Muskelgruppen bewusst aktiviert werden. Bandhas stabilisieren den Körper und lenken die Energie in der Praxis.
- Mudra
- Ein Mudra ist eine symbolische Hand- oder Körperhaltung, oft in Meditation und Pranayama. Bekannt ist etwa das Zusammenführen von Daumen und Zeigefinger.
- Chakra
- Chakren sind im Yoga sieben Energiezentren entlang der Wirbelsäule. Sie stehen jeweils für bestimmte körperliche und seelische Qualitäten und werden über Bewegung und Atem angesprochen.
- Block & Bolster
- Block und Bolster sind Yoga-Hilfsmittel. Der Block bringt den Boden näher heran und erleichtert Haltungen, das Bolster stützt den Körper für langes, bequemes Halten – besonders im Yin.
Haltung & Philosophie
- Yoga (Wortbedeutung)
- Das Wort „Yoga“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „verbinden“ oder „vereinen“. Gemeint ist die Verbindung von Körper, Atem und Geist zu einer Einheit.
- Die 8 Glieder (Ashtanga-Pfad)
- Die acht Glieder des Yoga sind ein Übungsweg aus der Yoga-Philosophie. Sie reichen von ethischen Grundsätzen über Körperhaltungen und Atem bis zu Meditation und innerer Sammlung.
- Yama & Niyama
- Yamas und Niyamas sind die ethischen Grundsätze des Yoga. Yamas betreffen den Umgang mit der Umwelt (etwa Gewaltlosigkeit), Niyamas den Umgang mit sich selbst (etwa Achtsamkeit und Disziplin).
- Namaste
- Namaste ist ein respektvoller Gruß, wörtlich etwa „ich verneige mich vor dir“. Am Ende der Stunde drückt er Dankbarkeit und gegenseitige Wertschätzung aus.
- Om Shanti
- „Om Shanti“ bedeutet so viel wie „Frieden“. Es wird oft am Ende einer Praxis gesprochen, um Ruhe und Frieden zu wünschen.
- Samadhi
- Samadhi ist im Yoga der Zustand tiefer innerer Sammlung und Einheit. Er gilt als höchstes Ziel des achtgliedrigen Yoga-Pfades.
- Guru
- Ein Guru ist im Yoga ein Lehrer oder eine Lehrerin, die Wissen und Erfahrung weitergibt. Das Wort bedeutet sinngemäß „der vom Dunkel zum Licht führt“.
- Sangha
- Sangha bezeichnet die Gemeinschaft der gemeinsam Übenden. In kleinen Gruppen entsteht ein vertrauter Raum, der die eigene Praxis trägt und motiviert.
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